Berlin Food Week und Stevan Paul

In der letzten Woche ging es um Essen. Noch mehr als sonst. Es war Berlin Food Week, Stevan Pauls Buchvorstellung und mein Geburtstag. So viel Freude auf einmal – das war kein Zufall.

Angefangen hat alles am Dienstag Abend. Dem DGL-Streik zum Trotz habe ich zusammen mit einem Freund eines der zahlreichen Stadtmenüs genossen. Wir haben uns für das Probier Mahl entschieden. Erstens war es vegetarisch und zweitens gehörte es mit zu den preisgünstigsten Varianten.
Womit ich leider auch schon bei einen großen Kritik-Punkt gleich am Anfang bin. Eigentlich wollte ich am darauf kommenden Tag mit einer Freundin ein weiteres Stadtmenü ausprobieren. Leider mussten wir nach dem Studieren der verbleibenden Menüs feststellen, dass es uns entweder zu teuer oder trotz des Mottos „Fleisch ist unser Gemüse“ zu fleisch-/fisch-lastig ist. Manchmal auch Beides. Besonders schade fand ich es jedoch, dass das einzige vegane Menü ganze 79€ kosten sollte. Keine Frage, dass das für 5 Gänge und Weinbegleitung sicher total gerechtfertigt ist, aber gerade zur Berlin Food Week wäre vielleicht ein kleineres Menü ohne Weinbegleitung auch für Omnivore mal ein Anlass gewesen die vegane Küche auszuprobieren.

Das Drei-Gänge-Menü im Probier Mahl sah jedenfalls nicht nur gut aus, sondern hat auch wirklich gut geschmeckt und leider musste ich etwas vom knackigen Haselnuss-Risotto auf dem Teller zurück lassen, damit der kleine Schokokuchen (mit flüssigem Kern) noch reinpasst. Hmmm…

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Am Freitag ging es dann im Kaufhaus Jandorf weiter mit der Metro Kochherausforderung „Azubis gegen Blogger“. Leider habe ich, wegen Geburtstagsvorbereitungen, nur noch die Preisverleihung mitbekommen, aber auch noch etwas von der Atmosphäre der noch nicht so vollen Location einfangen können. Das sah am Samstag dann nämlich schon ganz anders aus.

Metro_Azubis-Blogger

Lampen

Kueche-danach

Samstag Morgen haben Jule und ich uns auf den Weg gemacht zum „Food Swapping Day“ und „Bite Club Streetfood-Brunch“ wieder im Kaufhaus Jandorf. Noch gar nicht richtig angekommen, hat Jule sich in die total vegane Waffel mit der total veganen Schokosauce verliebt und wir sind dann auch nicht gegangen ohne der Waffel-Verkäuferin die Rezeptur für die Schokosauce zu entlocken.

Nebenbei wurden in der Show-Küche Rote Beete zu Chutneys und von weitem nicht zu identifizierende Früchte zu Marmelade verarbeitet. Sah spannend aus und da diese Veranstaltung und mein Geburtstag nächstes Jahr tendenziell nicht wieder zusammen fallen werden, werde ich da dann auch selbst mal mitmachen. Hoffentlich ohne Rote Beete.

Zum Schluss gab´s noch Dumplings. Quasi unser Mittagessen. Waren gut, aber leider die zwei Damen total überfordert von der Nachfrage an ihrem Stand. Insgesamt fand ich den Streetfood-Brunch gut gelungen und sicher auch für jeden was dabei: Indische Teigtaschen, Dumplings, Burger, English Breakfast, Burritos, Pastrami-Sandwiches und natürlich die Waffeln und Eis und… Immer mal wieder gab es hier und da lange Schlangen. Dafür waren es dann doch zu viele hungrige Mäuler und zu wenige Stände.

Food Swapping Day

Die Waffel

Die Waffel danach

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Am Samstag Abend ging´s dann mit Herrn M. zu Stevan Paul in´s Muse, ein wundervolles Restaurant im Prenzlberg und wenn ihr noch nie da ward, sollten ihr das auf jeden Fall bald nachholen.

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Schon am Anfang wurden wir fröhlich begrüßt und haben uns gleich erstmal einen sexy Cocktail mit Wodka und Basilikum und das neue Kochbuch von Herrn Paul besorgt. Zum Stöbern beim Schlürfen.

Dann ging es auch gleich weiter und Herr M. hat sich so unsterblich in sein „Pulled Pork“-Sandwich verliebt, dass er nach dem Verzehr gleich los ist, sich auch einmal „Auf die Hand“ gekauft und Herrn K. informiert hat, dass jetzt bald der Kauf eines Smokers ansteht.

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Ich hab derweil schon mal ein paar Pommes geklaut und auf meinen Riesenpilz-Burger gewartet. Auch den gibt´s im neuen Buch von Herrn Paul und er war gar köstlich.

Herr M. konnte dann nicht umhin Herrn Paul auch noch kurz zu berichten wie großartig das „Pulled Pork“ war und so haben wir nebenbei auch noch eine Signatur für unsere neu erstandenen Kochbücher bekommen. Yay! 🙂

Danach gab es auch noch einen Käsekuchen. Nom nom nom. Und Wein und Bier. Und dann mussten wir auch schon gehen, denn bald war ja mein Geburtstag.

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Und der sollte eigentlich mit Jule und einer Riesenrad-Fahrt beginnen. Leider wollten die unseretwegen nicht zwei Stunden früher aufmachen als geplant.

War aber trotzdem ein großartiger Tag. Mit viel Sonnenschein, vielen lieben Menschen und viel leckerem Kuchen. Danke!

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Und die Moral von der Geschicht: Streetfood siegt über Fine Dining, weil wir da einfach alle wir selbst sein können.

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